Der .ing-Domain-Hype: Was wirklich nach dem Start passierte
Der .ing-Domain-Boom: Was wirklich nach dem Start passierte
Neue gTLDs von Tech-Giganten wie Google sorgen immer für Aufregung. Wird es ein echter Durchbruch oder nur Squatting-Chaos? Beim Launch von .ing im Dezember 2023 prophezeiten viele das Schlimmste. Doch die Realität sah anders aus.
So plante Google den Start
Google hat den Rollout von .ing clever gesteuert, um echten Nutzen zu schaffen und Spekulanten fernzuhalten. Es gab drei klare Phasen:
Phase 1: Sunrise – Markeninhaber durften zuerst zugreifen. Adobe sicherte sich edit.ing und sign.ing, Canva holte design.ing und draw.ing. Das gab dem Ende sofort Glaubwürdigkeit.
Phase 2: Early Access – Hohe Preise hielten Massenabstauber fern. Nur Ernsthaftige stiegen ein.
Phase 3: General Availability – Ab 5. Dezember 2023, 16:00 UTC, war alles offen für alle.
Clever war die Kooperation mit 53 Registraren, davon 19 als Top-Partner. Dazu kam die coole Landingpage get.ing. Kein wilder Start, sondern ein geplantes Netzwerk.
Preise: Hart, aber fair
Bei .ing gibt's keine einheitlichen Tarife. Normale Domains kosten rund 23,86 € pro Jahr. Premium-Namen sind teuer:
party.ing: 3.078,60 €/Jahrcoding.ing: 30.784,48 €/Jahrsell.ing: 102.614,56 €/Jahr
Kein Witz. Googles Algorithmus markiert starke Domain-Hacks als Premium. Das macht Spekulation unrentabel – wer zahlt 100.000 € jährlich, um weiterzuverkaufen?
Die harten Zahlen
Ein Forscher hat 18.118 englische Wörter mit -ing-Endung gecheckt. Ergebnis: Weniger Drama als erwartet.
81 % der registrierten Domains haben Standardpreis – das deutet auf echte Projekte hin, nicht auf Händler.
Status-Übersicht:
- Aktiv genutzt: Echte Sites und Services
- Geparkt mit Werbung: Investoren warten ab
- Geparkt ohne Werbung: Wird vorbereitet
- Zum Verkauf: Offene Angebote
- Leer: Registriert, aber untätig
- Frei: Noch zu haben
Parkseiten und Verkäufe gibt's, aber sie dominieren nicht. Die meisten .ing-Domains sind aktiv oder werden sinnvoll gehalten.
Chancen für Entwickler und Startups
Willst du eine .ing-Domain? Hier die Einschätzung:
Positiv: Premium-Preise stoppen Squatting wie bei .tk oder .ml. Gute Domains bleiben günstig.
Realistisch: Manche Namen werden gehortet. Aber das Ökosystem ist sauber. Bei Standardpreis ist dein Hack oft frei oder machbar.
Tipp: Weniger Müll bedeutet mehr Raum für Ideen. Adobe und Canva nutzen .ing clever. Für dein Tool könnte es die Marke schärfen – besser als mancher .com.
Lektion für neue TLDs
.ing widerlegt den Squatting-Mythos. Smarte Preise, Markenschutz und Partner machen's besser. Das Rezept – Premium für Hits, Beteiligung von Firmen – könnte Vorbild werden. Nicht fehlerfrei, aber weit entfernt vom Chaos.
Ausblick
Nach zwei Monaten: .ing ist kein Spekulanten-Paradies. Es entsteht ein solides System mit Nutzung und etwas Investment – wie bei etablierten Enden.
Für dein Projekt: Schau bei .ing nach. Prüfe Preise, denk ans Branding. Die Daten helfen bei der Wahl.
Bei NameOcean unterstützen wir dich bei TLDs wie .ing, .dev oder mehr. Unsere Tools und Preise passen zu deinen Zielen – ohne Premium-Überraschungen.